Unterkonstruktion:
Unterkonstruktionen können aus Holz oder aus Metallprofilen nach DIN EN 14195 (Herstellerangaben beachten) erstellt werden. Raster: Wände bis 62,5 cm (bei 22 mm) bzw. 31,25 cm (bei 14 mm), Decken/Dachschrägen bis 41,6 cm (bei 22 mm) bzw. 31,25 cm (bei 14 mm). Die Platten werden quer zum Ständerwerk, im Verband und ohne Kreuzfugen montiert. Eine Einbaurichtung (Vorder- oder Rückseite) ist nicht vorgegeben, sollte jedoch unbedingt einheitlich und ohne Wechsel ausgeführt werden.
Empfohlene Holzquerschnitte:
Trennwand 60×80 mm, Vorsatzschale 60×60 mm / 40×60 mm, Decke/Dachschräge 40×60 mm; bei Metallprofilen UW/UD mit CW/CD kombinieren. Die Befestigungsfläche der Konstruktionshölzer sollte mind. 60 mm betragen; die Unterkonstruktion ist in Höhe/Länge/Flächengewicht ausreichend zu dimensionieren.
Für schwere Anbauteile sind verdeckte Verstärkungen/Einlagen in der UK vorzusehen.
Vollflächige Untergründe:
Hanf-Lehmbauplatten leicht können auf allen vollflächigen, ebenen und tragfähigen Untergründen montiert werden. Auf Holzwerkstoffen wie OSB-, ESB-Platten oder Vollholz erfolgt die Befestigung durch Schraubenoder Klammern. Bei OSB als Dampfbremse ist die Plattendicke so zu wählen, dass Befestigungsmittel die Platte nicht durchdringen. Alternativ kann eine zusätzliche Lattung als Installationsebene eingebracht werden. Auf mineralischen Untergründen wie tragfähigen Putzen, Beton-, Ziegel- oder Kalksandsteinwänden
werden die Platten vollflächig verklebt – mit Lehm Klebe- und Armierungsmörtel (Art.-Nr. 10.014) auf saugenden, offenporigen Flächen.