
HP 9SL Kalk-Dämmputz – Mineralischer Werktrockenmörtel mit Dämmputzeigenschaft
Verarbeitbar mit allen gängigen Putzmaschinen (mit Dämmputzeinrichtung)
HP 9SL ist ein mineralischer Werktrockenmörtel, der sich speziell für den maschinellen Auftrag eignet. Er kann mit allen gängigen Putzmaschinen verarbeitet werden, die über eine Dämmputzeinrichtung verfügen. Dabei ist die Putzdicke pro Arbeitsgang auf 30 mm begrenzt.
Verarbeitungshinweise:
Verarbeitung nur mit Putzmaschinen mit Dämmputzeinrichtung
Putzdicke pro Lage: max. 30 mm
Nach dem Anziehen der ersten Lage kann die nächste Lage aufgetragen werden
Beachten Sie die Bedienungsanleitungen der Maschinenhersteller für optimale Ergebnisse
Verbrauch pro Sack ca. 3qm bei 10mm Auftragsstärke.
ab 2,10€/kg
Hersteller:
Hessler Kalkwerke GmbH
Baiertalerstr. 115
69168 Wiesloch
info@hessler-kalkwerk.de
HP 9SL Kalk-Dämmputz 2mm Korn Innenputz
Zusammensetzung: HP 9SL besteht aus natürlich hydraulischem Kalk, Romankalk,
(Volldeklaration) Blähglas, sowie einem geringen Zusatz von Methylcellulose. Korn: 2
mm.
HP 9SL ist ein zementfreier, mineralischer Werktrockenmörtel der
Mörtelgruppe CS I nach DIN EN 998-1. Er enthält keine synthetischen
Bindemittel, ist hoch diffusionsoffen (Diffusionswiderstandszahl µ = 7),
sowie pilz- und schimmelwidrig. Wärmeleitfähigkeit λ=0,08W/(mK).
Elastizitätsmodul: 580 N/mm2
. HP 9SL ist auch als Außenversion HP
9SL-A verfügbar. Dieser enthält zusätzlich einen geringen Anteil
Weißzement.
Anwendungsbereich: HP 9SL findet Verwendung als Dämm- und Entfeuchtungsputz für
den Innen- und Außenbereich (auch Feuchträume). Bei
Außenanwendung zu beachten: HP 9SL ist nicht hydrophobiert. Der
eingesetzte mineralische Leichtzuschlag Blähglas ist im Gegensatz zu
Perliten druckstabil, sodass die angegebenen Materialkennwerte
(Wärmeleitfähigkeit, Ergiebigkeit, Elastizitätsmodul etc.) nach
Verarbeitung auch tatsächlich erreicht werden.
Untergrund: Je nach Art und Beschaffenheit des Untergrundes muss dieser
entsprechend vorbereitet werden. Hierbei wird z. B. bei stark
saugenden Untergründen der Vorspritzmörtel HP 10 halbdeckend,
alternativ der Kalkhaftputz HP 14 gezahnt, oder – ausschließlich bei
Naturstein-Mauerwerk - Kalk-Vorspritzmörtel HP 9VM volldeckend
eingesetzt. Betonflächen sind mit HP 14 als Haftbrücke mit der
Zahntraufel vorzuziehen. Vor Aufbringen des HP 9SL muss die
Untergrundvorbereitung trocknen (ca. 1 Tag / mm Auftragsstärke).
Zu fliesende Flächen müssen mit dem Kalk-Zementputz HP 1 oder
HP 1L verputzt werden. Untergrundvorbereitung mit HP 10
vornehmen.
Gerne helfen wir Ihnen in einem Beratungsgespräch dabei, die
richtige Untergrundvorbereitung und den passenden Aufbau für Sie zu
finden.
Verarbeitung: Maschinenverarbeitung: Empfohlenes Maschinensystem ist die UMP
der Deutschen Fördertechnik. Der Einsatz anderer Maschinen ist
möglich, z. B. G4 sowie Rytmo XL (Ausrüstung: Schneckenpumpe D8-
1,5 Twister, 35er Schlauchsatz). Bei Pausen von über
10 Minuten den Mörtelschlauch spülen.
Handverarbeitung: Den Sackinhalt mit ca. 7 Liter Wasser vermengen
und knotenfrei verrühren bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Hierfür z. B. Freifallmischer, oder einen geeigneten Rührquirl
verwenden. Ca. 10 Minuten stehen lassen und erneut aufrühren.
Besonders stark saugende Untergründe sind vorzunässen.
HP 9SL soll innerhalb von 1,5 Stunden verarbeitet sein. Die Putzdicke
beträgt pro Arbeitsgang ca. 30mm. Nach dem Anziehen kann die
nächste Lage aufgebracht werden. Putzlagen nicht bearbeiten! Die
vorletzte Putzlage mit der Kartätsche plan ziehen. Die letzte Lage wird
nach einer Standzeit von 1-3 Tagen in einer Stärke von ca. 1 cm
aufgetragen, mit dem Flügelspachtel abgezogen und der fast
trockenen Schwammscheibe abgerieben. Als Innenputz eingesetzt soll
HP 9SL ca. 3-4 Wochen stehen, bevor er nach Grundierung mit
Hessler Biogrund HP 9500 mit Mineralfarbe (z.B. HP9000 Kalk-
Kaseinfarbe, HP 9100 Sumpfkalkfarbe) gestrichen oder – nach
Entfernen einer evtl. Sinterschicht - mit einem mineralischen
Deckputz versehen wird (z.B. HP 90 Kalk-Feinputz, HP 910 Glätteputz,
HP 900 Kalk-Glätte). In bestimmten Fällen (z.B. Überstärke, Altbau,
ungünstige Witterungsverhältnisse etc.) ist eine längere Standzeit
notwendig.
Bei Einsatz des HP 9SL-A als Außenputz wird eine
Gewebespachtelung mit Kalk-Haftputz HP 14 empfohlen. Als Oberputz
empfehlen wir den Hessler Kalk-Feinputz HP 90 natur 1,0 mm. Danach
erfolgt ein Anstrich mit einer hochwertigen Silikatfarbe.
Materialbedarf: Der Sackinhalt von 12,5 kg ergibt ca. 30 Liter Nassmörtel.
Auftragsstärke: min. 10 mm / max. 30 mm (pro Lage)
Verbrauch: pro Quadratmeter und cm Auftragsstärke werden ca. 10
Liter Frischmörtel benötigt (je nach Beschaffenheit des Untergrunds)
Besondere Hinweise: Zur Beurteilung und Vorbereitung des Putzgrunds ist die DIN 18550
und DIN 18350 zu beachten. Der Putzgrund muss saugfähig, trocken
und frei von Staub, Schalöl, u.Ä. sein. Mürbe und lose Stellen sind
abzuschlagen. Als Putzgrund ungeeignete Flächen (z. B. Holz- und
Eisenteile, Stoßfugen von Bauelementen, usw.) sind mit einem
Putzträger zu versehen. Die Luft- und / oder Objekttemperatur muss
über 5 °C liegen. Reine Kalkmörtel müssen mind. vier Wochen
frostfrei stehen. Ein zu schnelles Austrocknen des Putzes ist zu
verhindern. Gegebenenfalls ist ein Nachnässen, bzw. feuchthalten
erforderlich. Für eine ausreichende Lüftung ist zu sorgen. Putzflächen
sind gegen Holz zu trennen.
HP 9SL darf nur im Originalzustand ohne jegliche Beimischung
verwendet werden.
Verpackungseinheit: in Säcken zu je 12,5 kg, 40 Sack / Palette
Gewicht: ca. 500 kg / Palette
Lagerung: trocken, bei geschlossener Verpackung mind. 6 Monate haltbar
Qualitätsüberwachung: HP 9SL wird laufend im Werklabor auf die Einhaltung seiner
Zusammensetzung und Eigenschaften überwacht.
Sicherheitshinweise: Mörtel reagiert mit Feuchtigkeit stark alkalisch, deshalb Haut und
Augen schützen. Bei Berührung gründlich mit Wasser spülen. Bei
Augenkontakt unverzüglich Arzt aufsuchen.
Weitere Informationen erhalten Sie bei telefonischer oder schriftlicher Anfrage unter:
info@hessler-kalkwerk.de, oder unter: 06222/9275-0. Wir beraten Sie gerne!
Diese Angaben beruhen auf unseren Erfahrungen und berücksichtigen nicht den jeweiligen Einzelfall. Darum
können aus ihnen keine Schadensersatzansprüche hergeleitet werden. Alle Angaben ohne Gewähr.
Irrtümer, Schreibfehler und Änderungen vorbehalten.Sicherheitsdatenblatt gemäß Verordnung (EG) Nr. 1907/2006
Handelsname: HP 9SL Naturkalk-Dämmputz Materialnummer: HP_9SL
Überarbeitet am: 01.06.2015
Druckdatum: 21.12.20201. Bezeichnung des Stoffs bzw. des Gemischs und des Unternehmens
1.1. Produktidentifikator
Handelsname / Bezeichnung: HP 9SL Naturkalk-Dämmputz
1.2. Relevante identifizierte Verwendungen des Stoffs oder Gemischs und Verwendungen, von denen abgeraten wird
Verwendung des Stoffs/des Gemischs Werktrockenmörtel für den Innen- und Außenbereich
1.3. Einzelheiten zum Lieferanten, der das Sicherheitsdatenblatt bereitstellt
Hersteller/Lieferant:
Firmenname: Hessler-Kalkwerke GmbH
Straße: Baiertalerstr. 115
Ort: D-69168 Wiesloch
Email: hessler-kalkwerk@t-online.deInternet: www.hessler-kalkwerk.de
Telefon: +49(0) 62 22 / 92 75-0
Telefax: +49(0) 62 22 / 92 75-50
1.4. Notrufnummer:
Giftnotruf Mainz +49(0) 6131/19240
2. Mögliche Gefahren
2.1. Einstufung des Stoffs oder Gemischs
Gefahrenkategorien:
Ätz-/Reizwirkung auf die Haut: Hautätz. 1A
Schwere Augenschädigung/Augenreizung: Augenschäd. 1 Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition): STOT einm. 3 Gefahrenhinweise:
Kann die Atemwege reizen.
Verursacht schwere Augenschäden.
Verursacht Hautreizungen.2.2 Kennzeichnungselemente
Gefahrenbestimmende Komponente(n) zur Etikettierung
Calciumhydroxid - natürlicher hydraulischer KalkSignalwort: Gefahr
Gefahrenhinweise:
Calciumhydroxid – Weisskalkhydrat
H335 Kann die Atemwege reizen.
H318 Verursacht schwere Augenschäden.
H315 Verursacht Hautreizungen.
Sicherheitshinweise
P102 Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
P261 Einatmen von Staub vermeiden.
P304+P340 BEI EINATMEN: Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmungn sorgen.P302+P352 BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser waschen.
P280 Schutzhandschuhe / Schutzkleidung / Augenschutz tragen.P305+P351+P338 BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.
P310 Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.
P501 Inhalt / Behälter können in Übereinstimmung mit nationalen Vorschriften entsorgt werden .3 Zusammensetzung/Angaben zu Bestandteilen
3.1 Gemische
Chemische Charakterisierung
Zubereitung aus natürlich hydraulischem Kalk (NHL), Blähglasgranulat, Romankalk und Methylcellulose.Gefährliche Inhaltsstoffe
CALCIUMHYDROXID – natürlicher hydraulischer Kalk; CAS-Nr. : 1305-62-0; EG-Nr. : 215-137-3; REACH-Nr. : 01-2119475523-36 Anteil: 10-25%
Einstufung gemäß Verordnung (EG) Nr. 1272/2008: Skin Irrit. 2, Eye Dam. 1, STOT SE 3; H318, H315, H335CLACIUMHYDROXID – Weisskalkhydrat; CAS-Nr. : 1305-62-0; EG-Nr. : 215-137-3; REACH-Nr. : 01-2119475151-45 Anteil : 0 – 5 %
Einstufung gemäß Verordnung (EG) Nr. 1272/2008: Skin Irrit. 2, Eye dam. 1, STOT SE 3; H315, H318, H335Wortlaut der H- und EUH-Sätze: siehe Abschnitt 16.
4 Erste-Hilfe-Maßnahmen
4.1 Beschreibung der Erste-Hilfe-Maßnahmen
Allgemeine Hinweise:
Beschmutzte, getränkte Kleidung sofort ausziehen.Nach Einatmen:
Für Frischluft sorgen. Bei Reizung der Atemwege Arzt aufsuchen.Nach Hautkontakt:
Mit reichlich Wasser abwaschen. Kontaminierte Kleidung ausziehen und vor erneutem Tragen waschen. Bei Hautreaktionen Arzt aufsuchen.Nach Augenkontakt:
Sofort vorsichtig und gründlich mit Augendusche oder mit Wasser spülen . Bei Augenreizung einen Augenarzt aufsuchen.Nach Verschlucken:
Sofort Mund ausspülen und reichlich Wasser nachtrinken. KEIN Erbrechen herbeiführen. Bei andauernden Beschwerden Arzt hinzuziehen.4.2 Wichtigste akute und verzögert auftretende Symptome und Wirkungen
Es liegen keine Informationen vor.
4.3 Hinweise auf ärztliche Soforthilfe oder Spezialbehandlung
Symptomatische Behandlung
5 Maßnahmen zur Brandbekämpfung
5.1 Löschmittel
Geeignete Löschmittel:
Das Produkt selbst brennt nicht. Löschmaßnahmen auf die Umgebung abstimmen.Ungeeignete Löschmittel: Wasservollstrahl
5.2 Besondere vom Stoff oder Gemisch ausgehende Gefahren
Nicht entzündbar.
5.3 Hinweise für die Brandbekämpfung
Im Brandfall: Umgebungsluftunabhängiges Atemschutzgerät tragen.
Zusätzliche Hinweise:
Kontaminiertes Löschwasser getrennt sammeln. Nicht in die Kanalisation oder Gewässer gelangen lassen.6 Maßnahmen bei unbeabsichtigter Freisetzung
6.1 Personenbezogene Vorsichtsmaßnahmen, Schutzausrüstungen und in Notfällen anzuwendende Verfahren
Staubentwicklung vermeiden. Staub nicht einatmen. Kontakt mit Haut, Augen und Kleidung vermeiden. Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.
6.2 Umweltschutzmaßnahmen:
Nicht in die Kanalisation oder Gewässer gelangen lassen.
6.3 Methoden und Material für Rückhaltung und Reinigung
Staubentwicklung vermeiden. Mechanisch aufnehmen. Das aufgenommene Material gemäß Abschnitt Entsorgung behandeln.
6.4 Verweis auf andere Abschnitte
Sichere Handhabung: siehe Abschnitt 7 Persönliche Schutzausrüstung: siehe Abschnitt 8 Entsorgung: siehe Abschnitt 13
7 Handhabung und Lagerung
7.1 Schutzmaßnahmen zur sicheren Handhabung
Hinweise zum sicheren Umgang
Kontakt mit Haut, Augen und Kleidung vermeiden. Staubentwicklung vermeiden. Für gute Belüftung am Arbeitsplatz sorgen.Hinweis zum Brand- und Explosionsschutz
Keine besonderen Brandschutzmaßnahmen erforderlich.7.2 Bedingungen zur sicheren Lagerung unter Berücksichtigung von Unverträglichkeiten
Anforderung an Lagerräume und Behälter: Kühl und trocken lagern.
Zusammenlagerungshinweise:
Die Zusammenlagerung mit folgenden Stoffen ist verboten:
- Arzneimittel, Lebensmittel und Futtermittel einschließlich Zusatzstoffe.
- Ansteckungsgefährliche, radioaktive und explosive Stoffe.
- Stark oxidierend wirkende Stoffe der Lagerklasse 5.1A.
Das Produkt sollte nicht mit Stoffen zusammengelagert werden, mit denen gefährliche chemische Reaktionen möglich sind, siehe auch Kap. 10.3.8 Begrenzung und Überwachung der Exposition / Persönliche Schutzausrüstung
8.1 Zu überwachende Parameter
Arbeitsplatzgrenzwerte (TRGS 900)
Calciumdihydroxid; CAS-Nr. : 1305-62-0 Ppm: -
mg/m3: 1 E
F/m3: 2(l)8.2 Begrenzung und Überwachung der Exposition / Persönliche Schutzausrüstung
Schutz- und Überwachung der Exposition
Kontaminierte Kleidung ausziehen. Vor den Pausen und bei Arbeitsende Hände waschen. Bei der Arbeit nicht essen und trinken.
Augen-/Gesichtsschutz Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.
Handschutz
Beim Umgang mit chemischen Arbeitsstoffen dürfen nur Chemikalienschutzhandschuhe mit CE-Kennzeichen inklusive vierstelliger Prüfnummer getragenwerden. Chemikalienschutzhandschuhe sind in ihrer Ausführung in Abhängigkeit von Gefahrstoffkonzentration und –menge arbeitsplatzspezifisch auszuwählen. Es wird empfohlen, die Chemikalienbeständigkeit der oben genannten Schutzhandschuhe für spezielle Anwendungen mit dem Handschuhhersteller abzuklären.
Körperschutz
Bei der Arbeit geeignete Schutzkleidung tragen.Atemschutz
Bei unzureichender Belüftung Atemschutz tragen.9 Physikalische und chemische Eigenschaften
9.1 Angaben zu den grundlegenden physikalischen und chemischen Eigenschaften
Aggregatzustand : Pulver
Farbe : grau
Geruch : KalkpH-Wert (bei 20°C): 12,6
Zustandsänderungen
Schmelzpunkt: nicht bestimmt
Siedebeginn und Siedebereich: nicht bestimmtFlammpunkt: nicht anwendbar
Entzündlichkeit
Feststoff: nicht bestimmt
Gas: nicht anwendbar
Untere Explosionsgrenze: nicht bestimmtObere Explosionsgrenze: nicht bestimmt
Selbstentzündungstemperatur:
Feststoff: nicht bestimmt
Gas: nicht anwendbar
Zersetzungstemperatur:Dampfdruck: nicht bestimmt
Dichte: nicht bestimmt
Wasserlöslichkeit: nicht bestimmtVerteilungskoeffizient: nicht bestimmt
Dampfdichte: nicht bestimmt
Verdampfungsgeschwindigkeit: nicht bestimmt
Lösemittelgehalt: 0%
9.2 Sonstige Angaben
Festkörpergehalt: 100%
10 Stabilität und Reaktivität
10.1 Reaktivität
Siehe auch 10.3
10.2 Chemische Stabilität
Das Produkt ist unter normalen Umgebungsbedingungen stabil.
10.3 Möglichkeit gefährlicher Reaktionen
Das enthaltene Calciumhydroxid kann in gefährlicher Weise reagieren mit: Säuren, Maleinsäureanhydrid; Nitromethan; Nitroethan; Nitroparaffinen; Phosphor. Bildet mit polychlorierten Phenolen und Kaliumnitrat sehr giftige Stoffe.
10.4 Zu vermeidende Bedingungen
Keine bekannt.
10.5 Unverträgliche Materialien
Siehe auch 10.3
10.6 Gefährliche Zersetzungsprodukte
Ab ca. 580 °C zersetzt sich Calciumhydroxid in Calciumoxid und Wasser.
11 Toxikologische Angaben
11.1 Angaben zu toxikologischen Wirkung
Toxikokinetik, Stoffwechsel und Verteilung Es liegen keine Informationen vor.
Akute Toxizität:
Calciumhydroxid – CAS-Nr. : 1305-62-0
Expositionswege: oral; Methode: LD50; Dosis: 7340 mg/Kg; Spezies: Ratte.
12 Umweltbezogene Angaben
12.1 Toxizität
Das Produkt wurde nicht geprüft.
Aquatische Toxizität: akute Fischtoxizität; Methode: LC50; Dosis: 50,6 mg/l; [h] | [d]: 96 h; Spezies: Süßwasserfische.12.2 Persistenz und Abbaubarkeit
Das Produkt wurde nicht geprüft.
12.3 Bioakkumulationspotenzial
Das Produkt wurde nicht geprüft.
12.4 Mobilität im Boden
Das Produkt wurde nicht geprüft.
12.5 Ergebnis der PBT- und vPvB-Beurteilung
Das Produkt wurde nicht geprüft.
12.6 Andere schädliche Wirkungen
Es liegen keine Informationen vor.
Weitere Hinweise
Bei unbeabsichtigtem Eindringen größerer Mengen in Oberflächengewässer kann es durch eine pH-Wert-Anhebung zu Störungen des aquatischen Lebens kommen.
13 Hinweise zur Entsorgung
13.1 Verfahren der Abfallbehandlung:
Empfehlung
Nicht in die Kanalisation oder Gewässer gelangen lassen. Entsorgung gemäß den behördlichen Vorschriften. Die Zuordnung der Abfallschlüsselnummern/Abfallbezeichnungen ist entsprechend EAKV branchen- und prozessspezifisch durchzuführen.
Entsorgung ungereinigter Verpackungen und empfohlene Reinigungsmittel
Mit reichlich Wasser abwaschen. Vollständig entleerte Verpackungen können einer Verwertung zugeführt werden.14 Angaben zum Transport
14.1 Landtransport (ADR/RID)
Sonstige einschlägige Angaben zum Transport
Kein Gefahrgut im Sinne dieser Transportvorschriften.14.2 Binnenschiffstransport (ADN)
Sonstige einschlägige Angaben zum Binnenschiffstransport Kein Gefahrgut im Sinne dieser Transportvorschriften.
14.3 Seeschiffstransport (IMDG)
Sonstige einschlägige Angaben zum Seeschiffstransport Kein Gefahrgut im Sinne dieser Transportvorschriften.
14.4 Lufttransport (ICAO)
Sonstige einschlägige Angaben zum Lufttransport Kein Gefahrgut im Sinne dieser Transportvorschriften.
14.5 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Verwender
Es liegen keine Informationen vor.
14.6 Massengutbeförderung gemäß Anhang II des MARPOL-Übereinkommens 73/78 und gemäß IBC-Code
Nicht anwendbar.
15 Rechtsvorschriften
15.1 Vorschriften zu Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz/spezifische Rechtsvorschriften für den Stoff oder das Gemisch.
EU – Vorschriften
Zusätzliche Hinweise
Zu beachten: 850/2004/EC, 79/117/EEC, 689/2008/ECNationale Vorschriften
Wassergefährdungsklasse
Klasse 1: schwach Wasser gefährdend; Status: WGK-Selbsteinstufung.15.2 Stoffsicherheitsbeurteilung
Stoffsicherheitsbeurteilungen für Stoffe in dieser Mischung wurden nicht durchgeführt.
16 Sonstige Angaben
Änderungen
Dieses Datenblatt enthält Änderungen zur vorherigen Version in dem/den Abschnitt(en): 1,3,8.Abkürzungen und Akronyme
ADR: Accord européen sur le transport des marchandises dangereuses par Route(European Agreement concerning the International Carriage of Dangerous Goods by Road ) IMDG: International Maritime Code for Dangerous Goods
IATA: International Air Transport Association
GHS: Globally Harmonized System of Classification and Labelling of ChemicalsEINECS: European Inventory of Existing Commercial Chemical Substances ELINCS: European List of Notified Chemical Substances
CAS: Chemical Abstracts ServiceLC50: Lethal concentration, 50% LD50: Lethal dose, 50%
Wortlaut der H- und EUH-Sätze (Nummer und Volltext)
H315 Verursacht Hautreizungen.
H 318 Verursacht schwere Augenschäden.
H335 Kann die Atemwege reizen.
Weitere Angaben
Die Angaben in diesem Sicherheitsdatenblatt entsprechen nach bestem Wissen unserenErkenntnissen bei Drucklegung. Die Informationen sollen Ihnen Anhaltspunkte für den sicheren Umgang mit dem in diesem Sicherheitsdatenblatt genannten Produkt bei Lagerung, Verarbeitung, Transport und Entsorgung geben. Die Angaben sind nicht übertragbar auf andere Produkte. Soweit das Produkt mit anderen Materialien vermengt, vermischt oder verarbeitet wird, oder einer Bearbeitung unterzogen wird, können die Angaben in diesem Sicherheitsdatenblatt, soweit sich hieraus nicht ausdrücklich etwas anderes ergibt, nicht auf das so gefertigte neue Material übertragen werden.
(Die Daten der gefährlichen Inhaltstoffe wurden jeweils dem letztgültigen Sicherheitsdatenblatt des Vorlieferanten entnommen.)




















