Lehm Unterputz - der ausgleichende Putz für grobe Ansprüche
- Heemann NaturBau GmbH
- 11. Aug. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 21. Aug. 2025
Im zweiten Beitrag steigen wir etwas technischer ein. Lehm-Unterputz ist meist die erste Putzschicht in der Sanierung, vor allem wenn es darum geht, unebenes Mauerwerk zu begradigen. Es gibt verschiedene Varianten dieses Putzes – auf die gehe ich später noch genauer ein. Zunächst jedoch ein Blick auf die technischen Grundlagen.
Technische Eigenschaften des Lehm-Unterputzes
Lehm-Unterputz ist eine erdfeuchte, maschinengängige Fertigmischung, bestehend aus:
Gemahlenem Baulehm
Gemischtkörnigem Sand (0–2 mm)
Stroh (optional, je nach Variante)
Verarbeitung:
Auftragsstärke: 5–30 mm
Verarbeitungssysteme: Freifall- und Zwangsmischer oder offene Putzmaschinensysteme
Verarbeitungstechniken: ein- oder mehrlagiger Hand- oder Maschinenputz
Einsatzbereich: Innenbereich
Verarbeitungslimit: innerhalb von 3 Monaten nach Lieferung
Geeignete Untergründe:
Holzweichfaserplatten
Leichtlehmschalen
Wandheizung
Schilfrohr
Mauerwerk
Und ähnliche Untergründe

Verarbeitungshinweise
Durch den hohen Tonanteil eignet sich Lehm-Unterputz nicht nur zum Verputzen, sondern auch gut zum Modellieren, etwa beim Ausformen von Details oder Übergängen.
Nach dem Auftragen wird der Putz nach leichter Antrocknung mit dem Reibbrett egalisiert und verdichtet. Sollte es trotz sorgfältiger Arbeit zu kleinen Rissen kommen, lässt sich das einfach beheben: Die trockene Wand wird angefeuchtet und erneut mit einem groben Reibbrett abgerieben.

Verschiedene Varianten des Lehm-Unterputzes
Lehm-Unterputz ist in verschiedenen Ausführungen und Gebindegrößen erhältlich. Die am häufigsten verwendete Variante ist das erdfeuchte Material im Big Pack – entweder mit oder ohne Strohanteil.
Wir selbst verarbeiten meist Lehm-Unterputz mit Stroh, vor allem bei Sanierungen historischer Gebäude, bei denen der Unterputz oft als Endschicht stehen bleibt. Durch das Herausarbeiten der Strohfasern mit dem Schwammbrett entsteht ein schöner, goldener Glanz auf der braunen Lehmwand, der gerade in Altbauten sehr authentisch wirkt.
Lehm und Flächenheizung – eine ideale Kombination
Lehm-Unterputz eignet sich hervorragend, um Flächenheizungen (z. B. Wandheizungen) einzubetten. Dabei halte ich es für sinnvoll, die Heizung während des Verputzens in Betrieb zu nehmen. So sind die Rohre bereits ausgedehnt, und der Lehm legt sich optimal an – das beugt Spannungen und späteren Rissen vor.
Lehm ist ein hervorragender Wärmespeicher. Er nimmt Wärme gut auf und gibt sie nur langsam wieder ab. Dadurch entsteht eine gleichmäßige, angenehme Strahlungswärme. Das erlaubt den Betrieb der Heizung mit niedriger Vorlauftemperatur, was sie nicht nur effizient, sondern auch kostensparend macht. Zudem kann die Heizung früher abgeschaltet werden – der Lehm speichert genug Wärme, um noch lange nachzuwärmen.
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